Nachhaltige Lebensweise: 5 alternative Tipps für ein nachhaltig bewusstes Leben

Fast jede Kauf- und Verhaltensentscheidung hat einen Einfluss auf unsere Umwelt: das fängt bei unserer Wahl der Milch(alternative) im Kaffee am Morgen an und geht bis hin zu unserem Urlaubsziel. Die Frage der Nachhaltigkeit begegnet uns damit in nahezu allen Lebensbereichen. Deswegen haben wir hier alternative Tipps für ein nachhaltigeres Leben gesammelt, die innerhalb kurzer Zeit einen großen Einfluss auf den eigenen CO2 Fußabdruck haben und die im ersten Moment vielleicht gar nicht so ersichtlich erscheinen.

1. Zu einem Ökostromanbieter wechseln

Stromanbieter wechseln klingt nach einer komplizierten Aufgabe: dabei ist es häufig bereits innerhalb von wenigen Minuten erledigt, in dem man einfach einen Antrag bei dem gewünschten neuen Anbieter stellt. Dabei sollte man jedoch eines über Strom aus 100% erneuerbaren Energien in Deutschland wissen: egal, welchen Tarif man wählt, aus der Steckdose wird immer der Strom  kommen, der am nächsten produziert wird. Der Tarifwechsel ist aber ein Statement, dass dafür sorgt, die Energiewende voranzutreiben und den Strommix in Deutschland grüner zu machen. Dabei sollte man auf Labels wie “ok power” oder “Grüner Strom Label” achten, die  nicht nur den Anteil an Ökostrom in Deutschland fördern, sondern auch jegliche Beteiligung an Kohlekraftwerken ausschließen. So braucht man kein schlechtes Gewissen mehr beim Licht-Anknipsen haben.

Windräder
Ökostrom wird aus 100% erneuerbaren Energien gewonnen

2. ‘Keine Werbung’ an den Briefkasten schreiben

Ein “Keine Werbung einwerfen”-Schild an den Briefkasten zu kleben dauert nur wenige Minuten, hat aber eine sehr große Wirkung. Denn fast 90% der Werbung, die in unseren Briefkasten landet, wandert direkt ungelesen in den Papiermüll. Insgesamt entspricht das ca. 24 kg extra Papiermüll pro Person pro Jahr. Das CO2, das für die Produktion der Werbung benötigt wird, entspricht dabei ungefähr dem CO2-Ausstoß von 840.000 PKWs in einem Jahr. Der Aufkleber hält also nicht nur deinen Briefkasten schlank, sondern auch unsere CO2 Bilanz.

3. Einen digitalen Detox am Abend machen

Was viele beim Streamen von Netflix,  Spotify & co. nicht wissen,  ist der erhebliche CO2 Ausstoß, der für die Speicherung der Datenmengen und Kühlung der Server benötigt wird.Eine 30-minütiger  Stream von Netflix erzeugt  beispielsweise so viel CO2 Emissionen wie eine 6 km lange Autofahrt. Für die Umwelt ist es also von großer Bedeutung, ob wir Binge-Watching betreiben oder  lieber einen digitalen Detox machen: statt Netflix und YouTube zu schauen einfach ein Spiel spielen,  Puzzlen oder zu einem Buch greifen - im Idealfall das aus der Bücherei, dem Urgestein der Sharing Economy.

Puzzle
Digitaler Detox Idee: Puzzle statt Stream

4. Zu einer nachhaltigen Bank wechseln

Im ersten Moment ist es vielleicht nicht ersichtlich, warum Banken für die Nachhaltigkeit relevant sind. Denn was wir meist nicht sehen ist, dass die Banken mit unserem Geld Projekte unterstützen, die  die Energiewende bremsen oder aktiv vorantreiben. Sie können aber auch Initiativen gegen Menschenrechts- und Umweltverletzung unterstützen, weswegen wir mit unserer Wahl der Bank eine aktive Entscheidung treffen, in welche Projekte wir “investieren” möchten. Nachhaltige Banken unterstützen im Gegensatz zu herkömmlichen Banken nur ethische und ökologische Unternehmen, die einen nachhaltigen Wandel vorantreiben. Es lohnt sich also hinzuschauen, wo und wie wir unser Geld investieren.

5. Mit Fast Fashion Schluss machen

Fast Fashion bedeutet dass in Modeläden ständig neue Kollektionen verkauft werden - und das teilweise mehrmals im Monat. Diese Trend vermitteln uns das Gefühl, regelmäßig neue Kleidung zu brauchen. Die günstigen Preise sorgen zudem dafür, dass ständiges Shoppen möglich wird. Dabei reflektieren diese niedrigen Kosten nicht, welche Last dabei die Umwelt und die Menschen entlang der Wertschöpfungskette tragen. Die Textilindustrie erzeugt einen höheren CO2-Ausstoß als internationale Flugreisen und Kreuzfahrten zusammengerechnet. Zudem wird deutlich mehr Kleidung produziert, als verkauft wird und somit Überproduktionen dazu führen, dass viel Kleidung vernichtet wird. Um dieser unnötigen Verschwendung entgegenzuwirken, sind wir gefragt: es kann damit anfangen, häufiger in den eigenen Kleiderschrank zu gucken statt neue Kleidung zu kaufen. Und wenn man doch eine Lücke im Schrank füllen will, sollte man sich fragen, ob man wirklich jeden Trend mitmachen mus oder ob zeitlose Fashion nicht auch eine Option ist. Des Weiteren sind  Slow Fashion Labels oder Second-Hand Läden bzw. Online Plattformen eine weitere, tolle Alternative. Auch eine Kleidertausch-Party mit Freunden sorgt für neuen Wind im Kleiderschrank, ohne der Umwelt zu schaden. Mit Fast Fashion Schluss zu machen, muss also nicht Verzicht auf Neues bedeuten, sondern kann den morgendlichen Blick in den Kleiderschrank noch bewusster machen.

Es gibt in unserem Alltag also sehr viele Bereiche und Potentiale, um nachhaltiger und bewusster zu leben. Wir haben hier 5 alternative Tipps mit euch geteilt, aber es gibt natürlich noch andere Möglichkeiten, um aktiv zu werden. Deswegen haben wir uns mit Plan3t zusammengeschlossen: mit ihrer App könnt ihr durch Challenges eure Gewohnheiten ändern und ihr werdet so zu nachhaltigem Wandel inspiriert. Habt ihr Blue Farm schon in der Plan3t App entdeckt? Vielleicht können wir euch ja zu einer Woche ohne Kuhmilch herausfordern und mit einer Oat Base unterstützen.

Quellen

Utopia.de: Ökostrom, Grünstrom, Graustrom

CleanUp Network: Briefkastenwerbung

Utopia.de: Ethische Banken

Luxiders.de: Fast Fashion