Ökobilanz Milch: Wie nachhaltig sind Kuhmilch, Hafermilch und Hafermilchpulver im Vergleich?

Vegan und klimafreundlich - Milchalternativen, insbesondere Haferdrinks, sind beliebter denn je. Wie viel besser Hafermilch in puncto Umweltbilanz gegenüber konventioneller Kuhmilch tatsächlich ist und wie du mit Hafermilchpulver noch mehr Abfall und CO2 Emissionen einsparen kannst, möchten wir dir als Blue Farm, der nachhaltigsten Hafermilch, hier erläutern.

Nachhaltige Milchalternativen sind im Trend

Kuhmilch war gestern. Inzwischen ist vielen bekannt, wie schädlich die Milchproduktion für die Umwelt ist. Faktoren wie Massentierhaltung, industrielle Landwirtschaft und Futtermittelproduktion sorgen für hohe CO2 Emissionen, Landnutzung und Wasserverbrauch. Wer seinen Alltag – und hierbei insbesondere sein Essverhalten – umweltbewusst gestaltet, greift bereits zu Pflanzendrinks als nachhaltige Alternative. Außerdem treibt der Trend zu veganer Ernährung den Konsum von Milchalternativen an.

Warum Hafermilch die nachhaltigste Alternative ist

Die Nummer 1 der Milchalternativen im Hinblick auf Umweltbilanz ist Milchersatz aus Hafer, umgangssprachlich auch Hafermilch bzw. offiziell Haferdrink genannt.

Die Umweltauswirkung von Pflanzendrinks hängt primär davon ab, auf welche Art und Weise die Pflanzen angebaut und verarbeitet werden. Hier bietet Hafer insbesondere durch seine Regionalität und Resistenz schlagende Vorteile: Beim Transport heimischen Hafers werden kürzere Strecken zurückgelegt und damit CO2-Emissionen minimiert. Der Transport schont zusätzlich CO2-Emissionen, weil Hafer ein relativ leichtes Gewicht besitzt. Hafer ist gegen Unkraut resistent, sodass er weniger gespritzt werden muss, wodurch auch im konventionellen Anbau kaum Chemikalien gebraucht werden. Aufgrund des lokalen Anbaus kann zudem sichergestellt werden, dass kein zusätzlicher Regenwald gerodet werden muss, was bei importiertem Soja für Sojadrinks teilweise der Fall ist. Beim Anbau von Hafer wird außerdem weniger Wasser und Land genutzt.

Deswegen haben wir von Blue Farm uns für Hafer als Basis unserer Milchalternative entschieden und es uns zur Aufgabe gemacht, die Ökobilanz von Haferdrink auf ein Minimum zu reduzieren.

Ökobilanz im Detail: Kuhmilch vs. Hafermilch vs. Hafermilchpulver

Um den ökologischen Fußabdruck von Kuhmilch, Hafermilch und Hafermilchpulver miteinander zu vergleichen, haben wir uns die jeweilige Wertschöpfungskette im Detail angeschaut und hierbei folgende Faktoren berücksichtigt: CO2 Emissionen, Abfall und Landnutzung. Hierbei ist anzumerken, dass es sich um Schätzwerte handelt und diese je nach Wertschöpfungskette des jeweiligen Produzenten abweichen können.

Der Einfachheit halber und um diese Produkte miteinander vergleichen zu können, ziehen wir die sogenannten CO2-Äquivalente heran, bei dem der Ausstoß aller Treibhausgase im Herstellungszyklus eines Produkts in einen CO2-Vergleichswert umgerechnet wird.

Insgesamt verursacht Hafermilch 76% weniger CO2-Emissionen gegenüber traditioneller Kuhmilch, was vor allem in dem klimaschonenden Anbau begründet liegt. Die hohen CO2-Emissionen von Kuhmilch hängen vor allem vom Methan ab, welches die Kühe ausstoßen. Dies macht 85% der Emissionen aus.

Das Hafermilchpulver von Blue Farm verursacht mit ca. 0,26 kg Co2-Emissionen pro Liter die wenigsten Emissionen. Dies liegt vor allem daran, dass CO2-Emissionen beim Transport und der Verpackung eingespart werden können. Hafermilch besteht zu 90% aus Wasser und wird meist in Trinkkartons abgepackt zum Supermarkt geliefert. Bei Bluefarms Oat Base ist das Gewicht deutlich geringer, wodurch Transportemissionen reduziert werden. Zudem wird direkt zum Konsument nach Hause geliefert, sodass dabei Transportwege und weitere Emissionen komplett eingespart werden. Da bei unserem Hafermilchpulver auf das Wasser verzichtet wird, ist das Volumen und damit einhergehend auch die Verpackung kleiner, wodurch weniger Emissionen bei der Verpackungsproduktion entstehen.

Co2 Emissionen
CO2-Emissionen im Vergleich

Die kleinere Verpackung reduziert zudem Abfälle bei der Bereitstellung und Nutzung bzw. Entsorgnung des Produkts. Während bei einem Liter Milch bzw. Haferdrink in einem Milchkarton ca. 24g Karton und 8g Plastikmüll anfallen, entsteht bei einem Liter Oat Base von Blue Farm nur 3,25g (Mono-)Plastik, das zu 100% recycelt werden kann. Außerdem spielt hier die Umverpackung, also die äußere Verpackung, in der die abgepackte Ware verpackt ist, eine Rolle: Für 1L wird 10,25g Milchkarton benötigt, bei unserem Hafermilchpulver nur 3,1g.

Verpackungsmüll
Verpackungsmüll im Vergleich

Hafermilchpulver als echte Öko-Alternative

Wie die Daten oben zeigen, ist Hafermilch in Sachen Umweltauswirkungen schon deutlich besser als traditionelle Kuhmilch. Um den Transport von schwerer Hafermilch zu reduzieren und Verpackung zu sparen, bietet Blue Farm ein Haferdrinkpulver an, das den Haferdrink auf seine grundlegenden Inhaltsstoffe reduziert und nur noch mit Wasser zu Hause angerührt werden muss. Damit sparst du weitere CO2-Emissionen beim Transport und der Verpackungsproduktion und -entsorgung. Außerdem kannst du dir ganz einfach deinen Haferdrink selbst frisch anrühren - so viel und genau so dosiert, wie du willst! Dies ist nicht nur praktisch in deinem Alltag, sondern verhindert auch Lebensmittelverschwendung. Ein weiterer Vorteil des Selbstanrührens: Die Mikrobiologie fängt erst so richtig an zu arbeiten, wenn Du Wasser auf die Base gibst. Auf Deutsch gesagt: Dein Drink ist sogar frischer, als wenn er schon wochenlang im Milchkarton abgefüllt ist.

Mit der Wahl von Lebensmitteln entscheiden wir tagtäglich über unseren persönlichen ökologischen Fußabdruck. Blue Farm hat sich zum Ziel gesetzt, jedem Konsument/in beim Frühstück oder in der Kaffeepause die Möglichkeit zu geben, etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Lasst uns gemeinsam dazu beitragen, das 1,5° Ziel zu erreichen!

Quellen

BR – Wie nachhaltig sind Milchalternativen

Carbon Cloud

Codecheck - Diese Milchatlernative könnte Dir und dem Klima schmecken

Institut für Energie und Umweltforschung - Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers

ScienceMag - Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers

Swedish Institute for Food and Biotechnology